Lok "Bielefeld" im Modell


Lok "Bielefeld" von Uwe und Roland

Die Bielefeld mit Personenzug

Die Lok "Bielefeld"

Von den über 130 Lokomotiven des Typ HF 110C die während des II Weltkrieges und danach von den Firmen Henschel, Jung, Krenau und CKD gebaut wurden fanden viele friedliche Aufgaben in der Nachkriegszeit. Bei der bei der Jagsttalbahn eingesetzten Lok „Bielefeld“ handelt es sich um eine Heeresfeldbahn-Maschine mit 110 PS der Bauart Cn2t+T, also einer Halbtenderlok mit ursprünglich zusätzlichem Schlepptender. Diese Lokomotiven konnten auch ohne Schlepptender mit einer geringen Reichweite eingesetzt werden. Die Henschel 25325 fand sich nach Kriegsende mit anderen Heeresfeldbahnloks fabrikneu auf dem ehemaligen Reichsparteigelände des Märzfeldes in Nürnberg. 1947 wurde sie von dort an das Bauunternehmen A. Kunz u. Co. verkauft und zur Tenderlok umgebaut um dann in den Braunkohlegruben bei Schwandorf in Bayern bis 1952 eingesetzt zu werden. Von dort gelagte sie zur Waldbahn Maglic (Jugoslawien), wo sie bis 1974/75 mit Holzfeuerung im Einsatz war. Im September 1981 kaufte sie dort Walter Seidensticker und ließ sie in der TWE-Hauptwerkstätte in Lengerich aufarbeiten. 1985 wurde sie dann auf der Jagsttalbahn eingesetzte. Dort bekam sie auch den Namen "Bielefeld". 1988 wurde sie dann mit einem Kesselschaden abgestellt und stand dann bis 1991 bei der Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth(DKBM). Dort erfolgte auch die Umspurung auf 600mm. In Görlitz erfolgte eine betrebliche Aufarbeitung und 1992 wurde sie bei der Berliner Parkeisenbahn wieder in Betrieb genommen. 1996 kam sie erneut zur DKBM wo sie seit 1999 unter dem Namen "Francesca S" geführt wird und noch heute vorhanden ist.

Die Umsetzung ins Modell erfolgte durch die Firma Roco.

Die Bielefeld von Roco

Nachdem Wiedereintritt der Fa. ROCO in den H0e Markt mit der HF110C war es ja eigentlich nur eine Frage der Zeit bis Beschriftungs- und Farbvarianten der Lok erscheinen würden. Statt dessen kam die Tenderlok "Bielefeld" auf den Markt, ohne allerdings so bezeichnet zu werden. "Privatbahnlok" heißt es im Katalog, dabei sind die seitlichen Wasserkästen asymetrisch und auch die Luftpumpe genau an der Stelle an der sie die Bielefeld aufweist.

Die Bielefeld von Roco

Einige Details sind allerdings von der 994532 übernommen und stimmen für die Bielefeld nicht. Am auffälligsten sind dies der hintere Dachüberstand der über den Kohlekasten an der Führerhausrückwand ragt und der runde Sanddom, der eigentlich eckig sein sollte. Vorne zwei und hintern drei Laternen sind gewiss auch bei Privatbahnen eher die Ausnahme. Dennoch ist das Modell eine gute Ausgangsbasis für die Bielefeld.

die NEM651 Schnittstelle in der HF110C

Die Schnittstelle in der Roco Lok ist symetrisch und leider nicht eindeutig gekennzeichnet. Für den Einbau eines Dekoders ist es hingegen schon wichtig zu wissen welcher PIN wo sitzt. Die obige Zeichnung gibt darüber Auskunft. Hierbei sitzt der "dicke" Chip des DCX74 in Fahrtrichtung vorne.

Der Einbau von Licht, sowie eine Beschriftung aus Neusilberätzblech ist geplant.

...der Rest ist noch immer eine Baustelle