Der Ortsdurchfahrt Berlichingen im Modell


Ortsdurchfahrt Berlichingen von Rene Endress

Das Vorbild

Luftbild von BERLICHINGEN aus Google

Bevor der Zug an Streckenkilometer 18,5 im Bahnhof Berlichingen einfahren kann muss er, aus Möckmühl kommend, erst die Ortschaft durchfahren.

Hierbei durchfährt der Zug einen Geländeinschnitt bevor er, fast in Ortsmitte, Berlichingen ist ein Ortsteil der Gemeinde Schöntal, auf die Hauptstraße trifft, diese überquert und auf der Industriestrasse entlang, den Tränkweg überquerend, nach etwa 150m in den Bahnhof Berlichingen einfährt.

Die Lage am Rand der Ortschaft Berlichingen und die rund 80m "Straßenbahn" machen dise Situation zu einem beliebten Fotomotiv. Auch die Ausdehnung der Ortsdurchfahrt läßt sich auch Modulen maßstäblich darstellen.

Wählt man eine geschickte Aufteilung der Module erhält man einen Gesamtstreckenlänge von 2,1m in H0e, beginnend mit dem Einschnitt und endet direkt am dem bereits existierenden Modul-Bahnhof "Berlichingen".

Um die sehr markante Kirche "St. Sebastian" nicht als abgeschnittenes Halbrelief darzustellen wurde diese auf ein quer zur Strecke aufgestelltes Modul platziert. So bleibt auch auf den Modulen dieses imposante Gebäde in unmittelbarer Nähe zur Bahn gut sichtbar.

Für das Vorbildstudium wurde im wesentlichen ein aktuelles Luftbild von Google Maps verwendet, die Bausubstanz ist an dieser Stelle im Ort seit Jahrzehnten nahezu unverändert. Für die Gebäude werden Bilder aus dem Jahr 1968 und die Vorbildsituation ausgemessen. Vieles haben wir dabei schon im April 2004 vermessen.

Planung der Ortsdurchfahrt Berlichingen als pdf-file (4,8 MB)

Bau der Module

Die Module entstehen aus Sperrholz mit einer Dicke von 16 mm, die zu einem stabilen Rahmen zusammengesetzt wurden. Die Stirnbretter wurden dabei mit einer Oberfräse entsprechend den erforderlichen Winkeln zugefräst. Im Bereich der zuküftigen Gleise und der Strasse wurden Trassenbretter aus 6 mm Sperrholz vorgesehen, ansonsten dient eine 30mm Styrodurplatte als Unterbau. Aus diesen Styrodurlplatten werden auch die Geländeerhebungen geformt.

Modul Industriestrasse

Da dies Verfahren schon öfter auf diesen Seiten beschrieben wurde, soll hier einmal auf einen allzu detailierten Baubericht verzichtet werden.

Modul Industriestrasse

Gleise entstehen, wie auch bei den übrigen im Rahmen dieses Projektes bislang gebauten Modulen, ausschließlich im Selbstbau aus 1,4mm hohen Schienenprofilen. Die Schwellen werden aus 1,5mm starkem Leiterplattenmaterial und gleichstarkem Balsaholz geschnitten. Der Bau der Gleise erfolgt direkt auf den Modulen. Näheres zum Gleis- und Weichenbau findet man im Kapitel Technik auf dieser Webseite. Im Bild in Blickrichtung Möckmühl.

Modul Industriestrasse

Für einen ersten Eindruck werden vorerst einmal Standard Flexgleise mit Nägeln verlegt, so sind leichte Korrekturen der Gleislage möglich, falls sich diese beim Bau und Aufstellen der Gebäude ergeben. Die Lage der Gleise, Gebäude und Strassen werden nun auf das Modul übertragen und die Flexgleise provisorisch verlegt.

Modul Industriestrasse

Die Gebäude entstehen alle im 3D Druck. Zu der Konstruktion und dem Druck der Gebäude findet sich ein eigenes Kapitel im Bereich "Hochbauten".

Modul Industriestrasse

Mit aufgebockten Fahrzeugen wird die zuvor anhand von Bilder errechnete Lage der Gleise kontrolliert.

Modul Industriestrasse

Die Situation auf der Industriestrasse, hier verläuft das Gleis in der Strasse knapp an den Gebäuden vorbei.

Modul Industriestrasse

Im Bereich der Kirche ist der verbleibende Raum knapp.

Modul Industriestrasse

Die Industriestrasse im Bereich der Enmündung des Tränkwegs, ganz links im Bild.

Modul Industriestrasse

Entlang der Industriestrasse in Richtung Möckmühl.

Modul Industriestrasse

Einmündung Tränkweg (links) in die Industriestrasse mit Gleis in Richtung Möckmühl.

Modul Industriestrasse

Aus der anderen Richtung: Blick in Richtung Dörzbach auf die Kreuzung mit der Hauptstrasse, links das Fundament der Kirche.

Modul Industriestrasse

Fixierung der Module

Um sich das zeitraubende Ausrichten der Module beim Aufbau auf Treffen zu erleichtern hat René die Idee der Fixierstifte, zu finden im Bereich "Technik", einemal ganz anders umgesetzt. Anstatt lange mit Aluminium Rohren und Stangen herum zu Sägen, Bohren und Feilen hat er sie einfach in 3D konstruiert und gedruckt.

3d gedruckte Passstifte

Anstelle aufwändiger Herstellung kommt nun ein FDM Drucker zum Einsatz.

3d gedruckte Passstifte

Hier die Führungshülse mit dem Schlitz des Bajonett-Verschlußes.

3d gedruckte Passstifte

Die Führungshülse mit eingesetztem Zentrierstift im ausgefahrenen Zustand.

3d gedruckte Passstifte

Die Führungshülse mit eingesetztem Zentrierstift im eingefahrenen Zustand.

3d gedruckte Passstifte

Die Führungshülse mit Zentrierstift und der gegenüberliegenden Zentrierbuchse.

3d gedruckte Passstifte

Hier ist die Führungshülse bereits im Profil des Moduls eingebaut. Die dafür benötigten Löcher wurden vorher mit dem Profil des gegenüberliegenden Moduls paarwweise gebohrt und fluchten nun auf wenige 1/100mm.

3d gedruckte Passstifte

Je Modulverbindung werden zwei dieser Passstifte verbaut. So ist die Lage der Profile zueinander sichergestellt.

3d gedruckte Passstifte

Durch das Zurückziehen und die Verrieglung in beiden Endlagen sind auch keine Einzelteile zu transportieren oder können vergessen oder verloren gehen.

3d gedruckte Passstifte

Gleisbau

Am letzten Wochenende habe ich in Berlichingen Code55 Gleis gelegt.

Ortsdurchfahrt-Einschnitt

Die Rillenschienen sind von Swedtram. Der innere Abstand zwischen 2 Profilen beträgt dabei für H0e genau 5,8 mm.

Rillenschiene

Dafür habe ich im Vorfeld mit den Massen der Rillenschienen eine Spurlehre konstruiert.

Spurlehre-Swedtram

Diese wurde extrudiert und mit Hilfe eines Filamentdruckers (FDM) ausgedruckt.

Spurlehre-Swedtram

Damit sich die Spurlehre weiter auf die Rillenschienen stecken läßt habe ich die Ausschnitte für die Schienen von 2,7mm auf 4,2mm vergrößert.

Spurlehre-Swedtram

Auch diese Spurlehre wurde extrudiert und mit Hilfe eines Filamentdruckers (FDM) ausgedruckt.

Spurlehre-Swedtram

Da die Profile 2,5mm hoch sind, Code 55 Schienen auf 1,5mm Pertinaxschwellen zusammen 3mm Höhe aufweisen, habe ich mir eine Unterlagschwelle als Schienenklammer konstruiert die den benötigten Abstand von 0,5mm sicherstellt.

Unterlagschwelle-Swedtram

Diese Konstruktion wurde extrudiert und mittig mit einem Loch für eine Spax-Schraube versehen.Eine solche Schwelle ist für die Spurweiten H0 und H0m erhältlich, in H0e leider nicht. Zwanzig dieser Schwellen halten nun die Rillenschienen auf dem Modul.

Unterlagschwelle-Swedtram

Hier nun die STL-Dateine dieser Konstruktion für H0e:

Die Rillenschienen sollen NEM können, wobei ich mir vorstellen kann, daß manche Fahrzeuge auf den Spurkränzen laufen. Die auf dem Bild zu erkennden Reißbrettstifte dienen dem Anschluß der Drähte für die Stromversorgung. Eine Hälfte wird mit der Rillenschiene verlötet, auf die andere Hälfte kommt später der Anschlußdraht.

Rillenschiene

Zum Biegen sind die auch etwas widerspenstig. Dass heißt, dass die eher knicken, als sich biegen. Deswegen habe ich auch die Schienenklammern gedruckt.

Rillenschiene

Vom Bahnhof Berlichingen aus in Richtung Möckmühl gesehen hat man nun dieses Bild.

Rillenschiene

Die gleiche Richtung aus der Preiser Perpektive.

Rillenschiene

Die umgekehrte Richtung aus der Preiser Perpektive.

Rillenschiene

Nun muss ich noch die Kabel legen. Nächster Schritt sind aber erst die Fundamente der restlichen Gebäude. Dazu muss ich aber die Häuser im Einschnitt, zumindest als Grundentwurf haben. Dann wird das Gelände gegipst, dann geschottert und die Mauern gesetzt.....

Rillenschiene

...der Rest ist noch immer eine Baustelle