Der Bhf BIERINGEN im Modell

Aktualisiert: 26. Dezember 2021


Der Bhf "BIERINGEN" von Anton

Plan Bhf

Der Bhf "BIERINGEN" wird von Anton Vogl im Modell umgesetzt.

Der Bahnhof Bieringen ist eine sehr wichtige Betriebsstelle für die Jagsttalbahn. Hier war der Triebwagenschuppen und das Materiallager der Bahn. Es wurden Rüben verladen und auch der große Landhandel zeugt vom regen Güterverkehr, der hier stattfand. Eine weitere Besonderheit ist das in der Nähe der Bahn gelegene Schulzentrum, für dessen Schülerverkehr von 1973 bis 1979 vor dem Lagerhaus der Haltepunkt Bieringen eingerichtet wurde.

Eine besondere Schwierigkeit beim Nachbau stellt die beidseitig am Absetzgleis eingebauten Rollbockgruben dar, denn die von uns verwendeten Bemo Rollböcke lassen sich nur in eine Richtung auf- und abbocken. Hier glauben wir eine praktikable Lösung gefunden zu haben, um dieses betriebliche Problem zu lösen. Davon wird an anderer Stelle noch zu berichten sein.

Die Planung des Bhf "BIERINGEN"

Für die Planung hat Anton das Luftbild aus dem Katasteramt über den eingescannten Flur Plan gelegt und die äußeren Konturen der einzelnen Module in grün umrandet. Der Bahnhof läßt sich gut auf 4 Modulen von 100cm Länge und 40cm Breite realisieren. Besonderes Augenmerk wurde auf die jeweiligen Trennstellen zwischen den Modulen gelegt, um nicht eine Weiche oder gar eine der beiden Gruben zu durchtrennen.

Modul Plan

Auf dieser Basis werden nun die einzelnen Modulkästen gezeichnet und der benötigte Holzzuschnitt ermittelt. Hierbei werden zu Testzwecken die Profilbretter nicht aus 16mm Tischlerplatte bestehen, sondern aus 15mm Multiplexplatte. In der Vergangenheit haben wir vereinzelt festgestellt das sich die Profile verziehen, ohne daß wir dafür einen schlüssigen Grund finden konnten. Von der höheren Festigkeit der Multiplexplatte versprechen wir uns nun eine Verbesserung dieser Situation.

Natürlich gibt es die Planung für diese Module und die Zuschneide Liste für die dafür benötigen 16mm Tischler- und 15mm Multiplexplatten Zuschnitte als download:

Gleisbau des Bhf "BIERINGEN"

nun habe ich ein kleines Testsetup gebaut (siehe Bild), mit "etwas" längerer geraden Strecke vor der Grube:

  • aufbocken funktioniert jetzt tadellos, so bleibt es
  • Testgleis

    Da ich die Schienen auf dem Papier aufgebaut habe, werde ich das ganze jetzt einfach auf das Modul kleben. Dafür habe ich das Papier mit wieder lösbarem Sprühkleber (3M) auf die Testplatte geklebt. Ich bin begeistert, wie gut das funktioniert. Vielleicht bau ich alle Teile jetzt so ;-), nee, nicht alle, aber die kritischen...

    das sind die Kleineisen von H0fine...eigentlich für Code 55 und asymetrischen Schienennägeln... aber andere gibts nicht. Im Nebengleis nehme ich Code 40 her - das sieht man auch auf den Bildern des Bahnhofes Bieringen, dass da schwächere Profile lagen.

    Ist aber eine echte Fummelei, im Bild sind die auf den Holzschwellen nur aufgelegt, bin eben am Testen, ob anlöten an den Schienen oder kleben auf den Schwellen besser ist.

    Danach muss man die Löcher mit 0,4mm in den Schwellen bohren.

    bei mir kommen nach 3 Holzschwellen immer eine Pertinax, bei diesem Gleis sogar nach zwei. Ich vertrau da den Schienennägeln auch nicht.

    Dass das Abziehen des Papiers ohne Nägel besser geht, habe ich dann nach den ersten 6 Nägeln auch gedacht :-) und daher nicht weitergemacht.

    Nägel innen beim Code40 ist sch.... die muss man fast bis auf die Kleineisen abfeilen und dann sieht man davon nix mehr. --> also lass ich das mit den Nägeln innen bleiben, die Löcher in den Kleineisen werden zugelötet. Das habe ich schon gemacht, geht so einigermaßen.

    Was mir gar nicht gefällt, sind die versetzten Nägel. Das schaut einfach nicht gut aus. Zudem habe ich mir noch mal Fotos vom Original angesehen: die Kleineisen sind deutlich schmäler als sie bei mir wirken.

    Daher hab ich jetzt beschlossen, diese Kleineisen abzuschneiden. Das geht recht gut, und so bleibt ein Loch mittig, das kommt auf die Außenseite, die Innenseite hat dann kein Loch mehr.

    Für die Schienennägel nehme ich Tackerklammern No.10. In den Pertinax Schwellen muss man dann mit 0,5m vorbohren, in den Holzschwellen reicht 0,4mm, dann halten die Nägel fast von selbst.

    Testgleis

    So sah es gestern Abend aus - aber das asymmetrische der Schienennägel gefällt mir nicht. Kommt auf dem Bild gar nicht so schlimm rüber....

    Testgleis

    Hier sieht am das Unschöne schöner...

    Testgleis

    Also heute mal mit dem Gleisbau weiter gemacht. Die zwei mittleren Kleineisen habe ich halbiert. DAS gefällt mir - und sieht auch irgendwie stimmiger mit den original Fotos aus.

    Testgleis

    Zum Halbieren verwende ich diesen Xuron 441 : eine feine aber recht stabile Schere, ideal für kleine Ätzteile. Auch sieht man bereits 4 halbierte Kleineisen. Das geht recht gut, solange die Kleineisen noch im Rahmen sind... Die abgeschnittene Hälfte ist für den Müll (nicht im Bild).

    Testgleis

    Jetzt mit Schienennägel außen.

    Testgleis

    So siehts innen aus... das ursprüngliche Loch für den Schienennagel sieht man nur in der Vergrößerung...aber optisch kommt das schon gut, dass da noch ein Steg ist. Da kann ich gut auf Schienennägel verzichten.

    Testgleis

    Das Ganze mit ein bisschen Farbe "Vallejo Surface Primer 73.605 (Rot-Braun RAL8012)". Ich habe auch "Rost" hier, aber das ist mir zu rötlich...

    Testgleis

    Tja, und jetzt sitz ich hier und löte die Kleineisen alle wieder raus, halbier sie und schieb sie wieder unter die Schienen - klingt einfach, ist aber ein elendes Gefummel. Links schon getauscht, rechts noch nicht. Die Schienenklammern sind dabei ideal, denn dann bleibt die Schiene da, wo sie sein soll.

    Die Schienenklammern habe ich mir selber aus Pertinax gebaut. Ich habe auch welche bei Fohrmann gekauft, für Spur N, und versucht zu verwenden, und sie dann in den tiefen eines Schub's mit nutzlosem Grusch verschwinden lassen:

    Testgleis

    Noch mal zum Abschluss: auf den Holzschwellen sind die Kleineisen schon getauscht, die Pertinax Schwellen muss ich jetzt noch machen...

    Zu den Schienen: auch in Bieringen lagen recht starke Profile im Hauptgleis, aber deutlich sichtbar in den Nebengleisen ein schwaches Profil. Das will ich schon nachstellen... Daher mein Ansatz Code55 und Code40. Was ich jetzt mit den Schienennägeln innen mache... keine Ahnung, vermutlich überall weglassen. Allein die Kleineisen sehen da schon besser aus als nix.

    Bau der Module für den Bhf "BIERINGEN"

    Gemäß der Planung oben wurde beim Tischler meines Vertrauens die nötigen Zuschnitte für die Module aus 16mm Tischlerplatte hergestellt. Die nötigen Fräsarbeiten für die Rippen und Endprofile wurden mit der Oberfräse daheim im Keller erledigt.

    Modulbau

    Wie immer: Ein ganzer Haufen Tischlerplatten für die Module. Die Ausdrucke der einzelnen Modulzeichnungen erleichtern die Zuordnung der Teile und verhindern Verwechselungen bei der Montage.

    Modulbau

    Mit einem Parallelanschlag werden alle vier Seitenteile in einem Arbeitsgang bearbeitet. Das spart zum einen Zeit, und zum anderen werden so alle Teile gleich.

    Modulbau

    Die Einfräsungen für die Profilbretter werden dann natürlich eines nach dem anderen gefräst.

    Modulbau

    Von der Montage der Kästen ist auf diesen Seiten schön häufiger berichtet worden, das war hier auch nicht anders. Offener Rahmen, Taschen für die Steckbeine und 30mm Styrodurplatte.

    Bau der Module für den Bhf "BIERINGEN"

    Die Lage der Gleise wird dann auf Papier ausgedruckt und auf die Module geklebt. Darauf die Schwellen, immer zwei Holzschwellen und eine Pertinax Schwelle, Darauf werden dann die Code 55 Schienen gelötet. Am Modulrand immer auf den Kopf einer eingeschraubte Messing Schraube.

    Gleisbau

    Die aufgeklebten Schwellen werden mit einem Gewicht während des Trocknens angedrückt.

    Gleisbau

    Die aufgeklebten Schwellenlagen im mittleren Modul, links kann man die Regelspur des Absetzgleises erkennen. Auch die Geländekontur ist bereits grob ausgearbeitet.

    Gleisbau

    Die Einfahrweiche in Bieringen, aus Richtung Möckmühl kommend, liegt bereits. Das Gleis rechts endet in einer Rollbockgrube vor dem regelspurigen Absetzgleis. Später wird rechts davon das markante Raiffeisen Gebäude seinen Platz finden.

    Gleisbau

    Die rohen regelspurigen Holzschwellen für das Absetzgleis.

    Gleisbau

    Die regelspurigen Holzschwellen für das Absetzgleis werden vor dem Verlegen gebeizt.

    Gleisbau

    ...der Rest ist noch immer eine Baustelle